Antrag für barrierefreie Homepage der Stadt Berlin
| 3. April 2012 | Eingefügt unter Berlin Mitte |
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Bündnis 90 / Die Grünen
Fraktion in der Bezirksverordnetenversammlung Mitte von Berlin
3. April 2012
90 18 – 2 45 92
Drucksachen für die 7. Sitzung der BVV am 19.04.2012
Antrag 1
Barrierefreie Homepage der Stadt Berlin
Das Bezirksamt wird ersucht, sich bei der zuständigen Senatsverwaltung dafür einzusetzen, dass die Umsetzung der „Barrierefreie-Informationstechnik-Verord¬nung (BITV 2.0)“ erfolgt und die Homepage der Stadt Berlin www.berlin.de barrierefrei gestaltet wird.
Begründung:
Seit dem 22. September 2011 ist die Barrierefreie-Informationstechnik-Verord¬nung in Kraft getreten. Sie trägt Sorge für den ungehinderten Zugang aller zu Informationen aller öffentlichen Internetangebote der Einrichtungen der Bundesverwaltungen.
In Berlin leben schätzungsweise 6000 taube Menschen. Es sollte eine Selbstverständlichkeit sein, dass diese Menschen Informationszugang in ihrer Muttersprache, der Gebärdensprache erhalten.
Alleinige Informierung durch Texte ist nicht ausreichend. Zu beachten ist zum Einen die Spracherwerbssituation und zum Anderen die schulische Bildung behinderter Kinder, die mitunter Gründe für die Schriftsprachprobleme darstellen und nicht mit Kenntnissen nicht-behinderter Kinder gleichzusetzen sind.
Das politische Netzwerk ist aber ebenso gezwungen, auf die Bedürfnisse von Menschen mit Migrationshintergrund einzugehen und Informationen gleichwertig in leichter Sprache zur Verfügung zu stellen.
Mit der Ratifizierung der UN Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen gilt Deutschland als Vertragsstaat. Damit besteht die Verpflichtung, der Gleichstellung behinderter Menschen mit nicht behinderten nachzukommen.
Der Senat und die zuständigen Stellen haben sicherzustellen, dass Menschen mit Behinderungen und Migrationshintergründen vollen Zugang zu Informationen haben. Insbesondere sollte dieser Grundsatz bei dem offiziellen Auftreten der Stadt Berlin, wie es die Homepage www.berlin.de darstellt, beachtet werden. Dies sollte realisiert werden, indem Texte in leichter Sprache und Videos verfügbar sind, in denen das Geschriebene gebärdet wird. Bei Letzterem ist zu beachten, dass sogenannte „native speaker“ zum Einsatz kommen.
Schauer-Oldenburg, Fischer, Zierold
und die übrigen Mitglieder der Fraktion Bündnis 90 / Die Grünen
Bundesversammlung zur Wahl des Bundespräsidenten
| 12. März 2012 | Eingefügt unter Allgemein |
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Ich nehme als Mitglied der BVV-Mitte am 18.3.2012 an der Bundesversammlung zur Wahl des Bundespräsidenten teil und habe seit Beginn der Organisation darauf aufmerksam gemacht, dass eine LIVE-Übertragung der Gebärdensprachdolmetscher unbedingt erforderlich ist, um dieses Großereignis den tauben BürgerInnen sprachbarrierefrei zugänglich zu machen. Seit dem haben sich verschiedene Gremien und Interessenverbände an Phönix und die ARD gewandt und auf eine LIVE-Übertragung insistiert. Bis lang leider ohne Erfolg, wie unten nachzulesen ist.Ich als Wahlmann möchte nicht im Unterschied zu den anderen tauben BürgerInnen als einziger in den Genuss einer Übertragung in die Gebärdensprache kommen und fordere deswegen unnachgiebig auf eine LIVE-Übertragung.
Erster gehörloser Parlamentarier in Deutschland: “Inklusion statt Integration”
| 13. Januar 2012 | Eingefügt unter Presse |
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aus Aktion-Mensch.de
Rund 80.000 Menschen in Deutschland sind gehörlos. Trotz dieser großen Zahl wurde erst im Jahr 2011 ein gehörloser Politiker in ein Deutsches Parlament gewählt. Martin Zierold (26) ist Abgeordneter der Grünen in der Bezirksverordnetenversammlung Berlin-Mitte.
“Eine meiner Visionen wäre es, dass die Gebärdensprache neben Deutsch zur Amtssprache wird”, sagte Zierold gegenüber der taz. Und der Grünen-Politiker fordert, dass gehörlose Kinder in der Gebärdensprache unterrichtet werden: “Es ist ein unmöglicher Zustand, dass an den Gehörlosenschulen noch immer nicht alle Lehrer die Gebärdensprache beherrschen. Selbst hier in Berlin: Die Witzleben-Schule in Friedrichshain ist die einzige Schule, an der Schwerhörige und Taube Abitur machen können. Aber es wird nicht in der Sprache unterrichtet, die taube Menschen verstehen. Das kann ich überhaupt nicht nachvollziehen”, so Zierold im taz-Interview.
Martin Zierold wurde 1985 geboren und wuchs in Sachsen auf. Er ist von Geburt an taub, wie seine Eltern. Er hat einen Realschulabschluss – auf das Abitur verzichtete er, da es keine bilingualen Schulangebote gab. Nach seinem Schulabschluss besuchte er eine Gehörlosenfachschule in Rendsburg und schloss die Ausbildung zum sozialpädagogischen Assistenten ab. Zurzeit arbeitet er bei der Sinneswandel gGmbH als Betreuer im Jugendclub. Zusätzlich ist er freiberuflich als staatlich anerkannter Gebärdensprachdozent tätig.
Inklusion steht ganz oben auf Zierolds politischer Agenda. Da überrascht es nicht, dass ihn seine Fraktion zu ihrem Sprecher für dieses Thema ernannt hat. “Aufgrund meiner angeborenen Taubheit sehe ich meinen persönlichen wie politischen Auftrag in der Umsetzung der UN-Konvention”, heißt es auf Zierolds Homepage. Und weiter: “Ziel ist die Chancengleichheit behinderter Menschen und die Vermeidung von Diskriminierung. Wichtig ist dabei das Paradigma ‘Inklusion statt Integration’. Inklusion bedeutet, dass die Betroffenen in vollem Umfang auf allen Ebenen an allen gesellschaftlichen Aktivitäten teilnehmen können und sollen, wobei eine gleichberechtigte Teilhabe unter völliger Beibehaltung der individuellen Autonomie ermöglicht wird.”
Heiko Kunert
Quelle: http://www.aktion-mensch.de/blog/eintrag.php?id=109
Politischer Sprecher für Inklusion und Soziale Stadt/QM
| 18. Dezember 2011 | Eingefügt unter Allgemein, Berlin Mitte |
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Hallo liebe Freunde,
hiermit möchte ich Euch informieren, dass ich für den Bezirk Mitte nun das Amt des fachpolitischen Sprechers für soziale Stadt übernommen habe. In dieser Funktion verfolge ich v.a. den Diversity Ansatz und möchte zu einem bunten Zusammenleben der verschiedenen Menschengruppen beitragen, die im gegenseitigen Respekt und im Austausch mit einander leben sollen. Hierbei stehe ich im engen Kontakt mit den jeweiligen Quartiersmanagements.
Zudem bin ich ganz allgemein inklusionspolitischer Sprecher und möchte mich stark für die Umsetzung von Inklusion im Bezirk einsetzen.
In folgenden Ausschüssen bin ich Mitglied: ‘Schule’, ‘Transparenz und Bürgerbeteiligung’ und ‘soziale Stadt, Verkehr, Grünfläche’.
Ich würde mich gerne im Neuen Jahr einmal mit Euch zusammensetzen, dann können wir vielleicht ganz konkret besprechen, welchen Bedarf es für die tauben Bürgerinnen und Bürger in der Stadt gibt und welche Fördermöglichkeiten eventuell über das Konzept ‘soziale Stadt’ bestehen…
Ich wünsche Euch allen erholsame Feiertage und einen Guten Rutsch ins Neue Jahr…
Gebärdensprachige Grüße
Martin Zierold
Beschlüsse – Die Vielfalt leben – für eine inklusive Gesellschaft
| 30. November 2011 | Eingefügt unter Allgemein |
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BVV Mitte: erste konstituierende Sitzung
| 3. November 2011 | Eingefügt unter Allgemein |
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Grüne Fraktion BVV Mitte
(Foto von www.gruene-mitte.de)
Die erste BVV Sitzung fand am 27. Oktober statt. Die Sitzung wurde in neuem Rathaus Mitte eröffnet. Auf eine gute Zusammenarbeit!
BVV in Rathaus Mitte
| 21. Oktober 2011 | Eingefügt unter Allgemein, Berlin Mitte |
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Politik mit Gebärden
| 21. Oktober 2011 | Eingefügt unter Allgemein, Presse |
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Mitte hat gewählt. Wir Grüne konnten im Vergleich zum letzten Mal kräftig zulegen und können nun 15 Kandidaten und Kandidatinnen in die Bezirksverordnetenversammlung (BVV) entsenden. Erstmals wird sich unter den künftigen BVV-Verordneten mit Martin Zierold auch ein tauber Verordneter befinden. Er ist mit dem Ziel angetreten, sich in der BVV Mitte für kommunikative Barrierefreiheit und schulische Inklusion von Kindern mit und ohne Behinderung einzusetzen.
In die BVV kommt mit Martin ein neuer Wind hinein. Ab sofort wird bei allen Fraktionssitzungen und Fachausschüssen, in denen Martin arbeitet, auch Gebärdensprache gesprochen und übersetzt. Dafür wird er von zwei Gebärdensprachdolmetschern und einer Schreibassistenz begleitet. Diese werden vom Bezirk bestellt, der auch die Kosten für diese notwendige Unterstützung übernimmt. Diese Kosten sind bereits in einer ersten Planung mit 20.000 Euro im Doppelhaushalt 2012/2013 eingestellt.
Mit Martin stellen wir Grüne aus dem grünen Kreisverband Mitte das erste taube Parlamentsmitglied in Deutschland. Dabei sind andere Länder schon ein Stück weiter. So gibt es bereits in der österreichischen Nationalversammlung mit Helene Jarmer und im isländischen Parlament mit Sigurlín Margrét Sigurdardóttir zwei weibliche gehörlose Parlamentarierinnen sowie im Europäischen Parlament mit Ádám Kósa ein weiteres gehörloses Mitglied eines Parlaments. Sie alle gestalten Politik überaus erfolgreich getreu dem Motto „Nichts über uns ohne uns“.
(Ulrike Bürgel)
Berlin Mitte BVV Wahl 2011: Martin Zierold
| 16. September 2011 | Eingefügt unter Allgemein, Presse |
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